/Was macht Palmer im Biedermeier-Bild? Tübinger OB stand 1 Stunde still

Was macht Palmer im Biedermeier-Bild? Tübinger OB stand 1 Stunde still

Tübingen – Steif steht er da, seine rechte Hand ruht auf einer Rechenmaschine. Um ihn herum fünf Herrschaften im Biedermeier-Look. Der Mann, der hier wie ein Großbürger aus dem 19. Jahrhundert posiert, ist Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (47, Grüne). Was macht der OB im Biedermeier-Bild?

Stundenlang schwitzte der Politiker und die anderen Darsteller für diese Aufnahme. Sie musste perfekt werden. Das Bild der österreichischen Künstlerin Irene Andessner (65) entstand für die Ausstellung „Comeback“ in der Tübinger Kunsthalle (bis 10. November).

Sie zeigt Werke alter Meister (Antike bis ins 19. Jahrhunderte), die von zeitgenössischen Künstlern aufgepeppt, entfremdet oder einfach neu gemalt wurden. Zum Beispiel ein Selbstporträt von Albrecht Dürer (1471 bis 1528) mit dem New Yorker World Trade Center im Hintergrund.


Die Vorlage: das Gemälde "Die Regenten des Leprahauses in Amsterdam" (1835) des holländischen Künstlers Jan Adam Krusemann
Die Vorlage: das Gemälde „Die Regenten des Leprahauses in Amsterdam“ (1835) des holländischen Künstlers Jan Adam Krusemann Foto: picture alliance / Liszt Collect

Palmer über den schwierigsten Foto-Termin seiner Karriere, der in der Kunsthalle Tübingen stattfand: „Ich kam mit dem Fahrrad, war völlig durchgeschwitzt. Deshalb musste ich fünf Mal abgeschminkt werden. Eine Stunde lang mussten wir still stehen. Denn eine Aufnahme war eine 3-minütige Video-Sequenz, auf der wir absolut regungslos sein mussten – und das klappt auf Anhieb natürlich nicht.“

Künstlerin Andesser zu BILD: „Das Shooting hat samt Vorbereitungen der Darsteller knapp vier Stunden gedauert – also relativ gut und schnell.“

Übrigens: Vorlage für das Palmer-Bild ist das Werk Gemälde „Die Regenten des Leprahauses in Amsterdam“ (1835) des holländischen Künstlers Jan Adam Krusemann (1804 bis 1862).