/Volkswagen: 3,3 Prozent weniger Autos im Juli verkauft

Volkswagen: 3,3 Prozent weniger Autos im Juli verkauft

Deutschland zittert vor einer drohenden Rezession – und auch Autohersteller VW spürt deutlich, dass es der Wirtschaft nicht gut geht. Wolfsburg kämpft mit sinkenden Auto-Auslieferungen.

▶︎ Die Zahlen für letzten Monat verheißen nichts gutes: 3,3 Prozent weniger Autos hat die Kernmarke Volkswagen verkauft. In absoluten Zahlen: Nur noch 489 000 Fahrzeuge!

Gleich um 2 Prozent wuchsen die VW-Auslieferungen an China – dort wurden 228 000 Autos verkauft. Aber: Das Minus in Europa konnte dadurch nicht ausgeglichen werden.

Die Zahlen werden ermittelt, indem der vergangene Monat mit dem selben Zeitraum im letzten Jahr, also Juli 2018, verglichen wird. Dadurch wird das deutliche Minus sichtbar.

Auch die Jahresbilanz fällt nicht besser aus: 3,8 Prozent weniger in den ersten sieben Monaten – im Vergleich zu 2018. Wieder ein Einbruch der Verkaufszahlen. Insgesamt nur 3,49 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge.

Der Vorstand des Auto-Konzerns zu der Entwicklung: „Die Lage auf dem Weltautomobilmarkt mit seinen vielfältigen regionalen Herausforderungen bleibt unverändert“, sagte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. Obwohl die Auslieferungen in Europa im Juli deutlich zurückgingen, sei die Situation in den USA und Südamerika besser.

Problem: Die Weltwirtschaft stagniert

Handelskonflikte zwischen USA und China, Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU und dann auch noch der Brexit, der für Unsicherheit sorgt – das alles ist für die Wirtschaft schlecht.

▶︎ Das deutsche Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal, meldet das Statistische Bundesamt.


Wirtschaftsminister Peter Altmaier (61) zu BILD: Die Zahlen seien ein „Warnsignal“
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (61) zu BILD: Die Zahlen seien ein „Warnsignal“Foto: Christophe Gateau / dpa


Von Januar bis März war Europas größte Volkswirtschaft noch um kräftige 0,4 Prozent gewachsen. Rückgänge verzeichneten sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe und die Energieerzeugung. „Die Industrie bleibt konjunkturell im Abschwung“, resümierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (61, CDU) reagierte alarmiert auf die neuen Zahlen. Altmaier zu BILD: „Die aktuellen Zahlen sind ein Weckruf und ein Warnsignal!“ . Gleichzeitig betonte der Minister: „Wir sind in einer Konjunkturschwäche, aber noch nicht in einer Rezession. Die können wir verhindern, wenn wir die richtigen Maßnahmen ergreifen.“