/Tierschützerin päppelt Findeltiere auf:

Tierschützerin päppelt Findeltiere auf:

Altenburg – Behutsam hält Stefanie Meißner (69) den winzigen Igel, der die Milch aus der Spritze saugt.

Die Tierschützerin beherbergt vier Igelbabys in ihrem Keller in Altenburg: Die Kleinen wurden von den Müttern verstoßen, weil diese wegen der Dürre zu geschwächt waren, um sich um den Nachwuchs zu kümmern.

Meißner: „Die Igel finden kaum noch Insekten oder verdusten sogar.“ Seit 30 Jahren hilft die Rentnerin verwaisten oder kranken Igeln, päppelt pro Saison bis zu 300 Tiere auf.

Am meisten leiden die Jungen, die im August geboren werden, unter dem Wetter. Die sechs Tage alten Babys, die sie gerade betreut, wiegen nur 22 Gramm. Sobald sie Hunger haben, piepsen sie wie kleine Vögel.


Um die Igel voneinander unterscheiden zu können, hat Stefanie Meißner sie mit Nagellack markiert
Um die Igel voneinander unterscheiden zu können, hat Stefanie Meißner sie mit Nagellack markiertFoto: Marcus Scheidel/MAS Bildagentur

Alle zwei bis drei Stunden füttert die Tierretterin sie mit laktosefreier Welpenaufzuchtmilch. Danach massiert sie ihnen die Bäuchlein. Später kuscheln sich die drei Mädchen und der Junge eng im Weidenkörbchen aneinander, wärmen sich.

Wenn sie 250 Gramm wiegen, dürfen sie in den Garten, wo sie lernen, selbständig Würmer zu suchen. Im Herbst werden sie ausgewildert.