/Netphen/Siegen: Mann bei Arbeiten von Betonplatte begraben

Netphen/Siegen: Mann bei Arbeiten von Betonplatte begraben

Siegen/Netphen (NRW) – Er wusste: „Ich schwebe in Lebensgefahr!“ In einem drei Meter tiefen Erdschacht waren seine Beine unter einer tonnenschweren Betonplatte begraben – und immer wieder rutschte Erde in den Schacht.

Am Samstag war ein Hausbesitzer (49) aus Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) dabei, seinen Keller trockenzulegen. Eine Firma hatte die Kellerwand freigelegt, einen Graben ausgehoben.


Der Verschüttete lag in runddrei Metern Tiefe unter einem tonnenschweren Betonteil eingeklemmt. Es drohte, weitere Erde in den Graben zu rutschen
Der Verschüttete lag in runddrei Metern Tiefe unter einem tonnenschweren Betonteil eingeklemmt. Es drohte, weitere Erde in den Graben zu rutschenFoto: Jürgen Schade

► Er sagt zu BILD: „Ich war die ganze Zeit bei Bewusstsein. Ich hatte kaum Schmerzen.“ Schnell kommen Feuerwehr, Notarzt und THW. Einsatzleiter Thomas Tremmel (35) von der Freiwilligen Feuerwehr Netphen: „Für die Kollegen bestand Gefahr durch den acht Tonnen schweren Betonsturz.“

Der Verschüttete: „Ich habe mir Sorgen um meine Retter gemacht, die zu mir in die Grube geklettert sind.“ Die Retter gruben Erde mit Klappspaten weg, das Betonteil wurde mit Hebekissen angehoben. Der Verschüttete konnte herausgezogen werden. Tremmel: „Das war eine großartige Leistung des ganzen Teams.“ Unfassbar: Der Mann konnte am selben Tag aus dem Krankenhaus entlassen werden, hat nur Prellungen und Schrammen davongetragen.