/Malaysia: Leiche bei Suche nach im Dschungel vermisster Nora (15) gefunden

Malaysia: Leiche bei Suche nach im Dschungel vermisster Nora (15) gefunden

Seit mehr als einer Woche suchen Hunderte Helfer im Dschungel von Malaysia verzweifelt nach Nora Quoirin (15): Die Schülerin aus London war am 4. August während eines Familienurlaubs plötzlich aus ihrem Zimmer einer Ferienanlage am Rande des Regenwalds verschwunden.

Jetzt die Schock-Nachricht: Medienberichten zufolge haben Helfer bei der Suche eine Leiche gefunden, zwei Kilometer von dem Resort entfernt!

Polizeichef Mohamed Yusop sagte laut dem britischen „Mirror“ am Dienstag: „Wir haben eine weibliche Leiche mit heller Haut entdeckt. Ein Mann hat die Polizei angerufen und gesagt, er habe sie an einem Wasserfall gefunden.“

Der Körper sei unversehrt. Eine Bestätigung, dass es sich bei der Toten um Nora handelt, steht aber noch aus.

Laut dem „Mirror“ wurde die Gegend abgesperrt, Forensiker sind vor Ort, Polizeiwagen fahren in das betreffende Gebiet.

▶︎ Kurz zuvor hatten Noras Eltern noch umgerechnet etwa 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Das Geld soll nach Angaben der Familie vom Dienstag für Hinweise gezahlt werden, die zu Nora führen. Bei Spendenaktionen zur Unterstützung der Suche kamen inzwischen mehr als 120 000 Euro zusammen.


Suchtrupps durchkämmen den dichten Regenwald
Suchtrupps durchkämmen den dichten RegenwaldFoto: MOHD RASFAN / AFP

Die Eltern befürchten ein Verbrechen: Nora sei lernbehindert und in ihrer Entwicklung zurückgeblieben, schon im alltäglichen Leben auf Hilfe angewiesen. Sie würde ihre Familie daher nie freiwillig verlassen.

Die Polizei hat zwar bisher keine Hinweise auf mögliche Entführung, schloss ein Verbrechen aber auch nicht aus. Möglich sei aber auch, dass sie sich im Dschungel verirrt habe, hieß es. Helikopter, Teams mit Spürhunden und Taucher beteiligten sich an der Suche.


Bewaffnete Spezialkräfte der Polizei unterstützen die Suchaktion
Bewaffnete Spezialkräfte der Polizei unterstützen die Suchaktion Foto: Lai Seng Sin / AP Photo / dpa