/Jetzt spricht der teuerste VfB-Neuzugang – Klement: „Die Trainings-Bestrafungen nerven…“

Jetzt spricht der teuerste VfB-Neuzugang – Klement: „Die Trainings-Bestrafungen nerven…“

Rückkehr an die Ostsee!

Wenn der VfB Montagabend (18.30 Uhr) in der 1. Pokalrunde bei Hansa Rostock antritt, ist es für einen auch eine Reise in die Vergangenheit: Philipp Klement (26) spielte in der Rückrunde 2012/13 für den Drittligisten. Sechs Jahre später kam der Mittelfeldmann für 2,5 Mio Euro von Aufsteiger Paderborn zum VfB, ist der teuerste Sommer-Neuzugang.

Das Thesen-Interview.

Philipp Klement muss Montag bei seinem Ex-Klub Rostock zunächst wieder auf die Bank!

Klement: „Das weiß ich nicht. Ich bin durch kleinere Verletzungen noch nicht richtig in Tritt gekommen. Erst der Faserriss in der Vorbereitung mit der zweieinhalbwöchigen Ausfallzeit, vor dem Spiel gegen Heidenheim kamen dann die muskulären Probleme im Oberschenkel. Daher konnte ich noch keinen richtigen Rhythmus entwickeln. Ich hoffe, dass der nun kommt.“


Sein Torjubel wurde in der vergangenen Saison zur Gewohnheit: Hier feiert Klement (re/mit Michel) einen Treffer in Dresden.
Sein Torjubel wurde in der vergangenen Saison zur Gewohnheit: Hier feiert Klement (re/mit Michel) einen Treffer in Dresden.Foto: Imago

Die 16 Tore aus der Vorsaison werden noch mal getoppt!

Klement: “ Ich will mich auch auf keine Zahl festlegen. Das birgt nur die Gefahr, dass man sich gedanklich zu sehr damit beschäftigt statt mit der Leistung. Die ist viel wichtiger für mich. Aber klar gehören zu einer guten Leistung auch Tore und Vorlagen, weil sie ein Zeichen der Effektivität sind.“

Die Paderborner Aufstiegself war nicht so gut besetzt wie der VfB in dieser Saison!

Klement: „In der Tat ist es so, dass meiner Meinung nach die Qualität der Einzelspieler hier beim VfB noch mal höher ist. Allerdings waren wir in Paderborn ein eingeschworenes Team, wir waren ja schon zuvor von der 3. Liga in die 2. Liga aufgestiegen. Hier beim VfB wurde die Mannschaft rund erneuert. Ich denke aber, dass wir auf einem guten Weg sind, zusammen zu wachsen. Wir haben einen guten Geist in der Truppe, gute Charaktere.“

Um Freistöße aus aussichtsreicher Position wird es ein Gerangel mit Daniel Didavi geben.

Klement: „Wir haben bei uns auf dem Platz immer zwei, drei Kandidaten, die für Freistöße infrage kommen. Aber es gibt keine klare Rangfolge. Man schaut sich kurz an und dann nimmt sich einer, der gefühlt gut drauf ist, den Ball. Klar möchte auch ich gerne Freistöße schießen, weil mir letzte Saison auch ein paar gute gelungen sind. Ich versuche ein Mal in der Woche eine Extra-Einheit Freistoß-Training einzuschieben, um Automatismen zu entwickeln.“

Philipp Klement ist ein Spätstarter!

Klement: „Es ist richtig, dass ich erst im vergangenen Jahr meine beste Saison hatte, für einen Fußballer schon relativ spät. Wenngleich ich schon vor vier Jahren zwei Bundesliga-Kurzeinsätze für Mainz hatte, die bekommt man auch nicht geschenkt. Aber der endgültige Sprung in die Profi-Mannschaft hat damals nicht geklappt. Von daher gesehen, passt der Begriff Spätstarter schon.“

Mit dem Stempel „Teuerster Sommer-Neuzugang beim VfB“ schleppt man ein Zusatzgewicht mit sich herum!

Klement: „Nein, das ist für mich überhaupt keine Belastung. Die Ablösesumme ist eine Zahl, die zwischen den beiden Vereinen ausgemacht wurde. Ich kann abends sehr gut einschlafen (lacht).“

Tim Walter ist noch impulsiver als Ihr Ex-Coach, der emotionale Paderborn-Trainer Baumgart!

Klement: „Tim Walter ist schon emotional. Aber er koppelt das auch mit vielen Gesprächen, Kritik übt er immer wieder sachlich. In erster Linie versucht unser Trainer durch Inhalte zu überzeugen. Dieser Punkt wird meiner Ansicht nach im Profi-Fußball auch immer wichtiger.“

Die Bestrafungen wie Ohrschnipsen, Arschbolzen und Radschlagen nerven!

Klement: „Ja, das stimmt (lacht). Aber sie sollen ja auch irgendwo nerven, weil sie Bestrafungen für eine Trainings-Niederlage sind. Aber es steckt natürlich auch immer ein bisschen Gaudi mit drin.“