/Jeffrey Epstein – Obduktion: Pädophiler Milliardär hatte gebrochenes Zungenbein

Jeffrey Epstein – Obduktion: Pädophiler Milliardär hatte gebrochenes Zungenbein

New York City (USA) – Sechs Tage ist es nun her, dass der pädophile Jeffrey Epstein (66) tot in seiner Gefängniszelle des Metropolitan Correctional Center in Manhattan gefunden wurde. Jetzt wurden erste Details der Autopsie bekannt. Doch damit ist das Rätsel um den Tod des Multi-Millionärs noch nicht gelöst…

Schon am Sonntag hatte das „Medical Examiner’s Office“ (ME) bekanntgegeben, dass die Autopsie von Epstein abgeschlossen sei. Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit jedoch nicht mitgeteilt. Das befeuerte weiter die Spekulationen um Epsteins Tod.


Jeffrey Epstein 2008 vor Gericht in West Palm Beach (US-Bundesstaat Florida)
Jeffrey Epstein 2008 vor Gericht in West Palm Beach (US-Bundesstaat Florida)Foto: Uma Sanghvi / AP Photo / dpa

Wie die „Washington Post“ berichtet, sollen mehrere Brüche der Nackenknochen bei der Leiche von Epstein festgestellt worden sein. Auch das Zungenbein des Millionärs war demnach gebrochen, berichtet das Blatt mit Bezug auf zwei Personen, die mit dem Obduktionsergebnis vertraut seien.

Laut forensischen Experten kommen solche Knochenbrüche häufiger beim Suizid durch Erhängen vor – besonders, wenn die Person schon älter ist. Das Zungenbein befindet sich in unmittelbarer Nähe des Kehlkopfes. Die Experten betonen aber auch, das Nackenbrüche viel häufiger bei Opfern von Mord durch Erwürgen aufzufinden sind.

Das „Medical Examiner’s Office“ hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu den Autopsie-Details geäußert.

Der Fall Epstein

Jeffrey Epstein saß in New York City in Haft. Er stand unter Anklage, weil er Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht haben soll. Laut Anklageschrift baute der Geschäftsmann zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sex-Ring auf.

Er wurde von Mitarbeitern der Haftanstalt am Samstagmorgen bewusstlos in seiner Zelle gefunden und später im Krankenhaus für tot erklärt.