/Ibbenbüren: Tierquäler schießt Kater ins Maul – Fahndung

Ibbenbüren: Tierquäler schießt Kater ins Maul – Fahndung

Ibbenbüren (NRW) – Das Mäulchen ist blutig, ein dicker blauer Verband fixiert eine Kanüle in der Haut von Kater Max. Nur durch eine Sonde kann das Tier ernährt werden. Ein irrer Tierquäler verletzte Max so schwer, dass er nicht mehr selbstständig fressen kann.

Drei Tage schon hatte eine Familie aus Recke (Kreis Steinfurt) ihren Liebling vermisst, als er verletzt wieder auftauchte. Wegen des Blutes dachten die Besitzer erst an einen Autounfall, brachten ihn in die Tierarztpraxis.


Max' Verletzung ist außen deutlich zu erkennen
Max‘ Verletzung ist außen deutlich zu erkennenFoto: Privat

Gudrun Breuer (57) vom Tierschutzverein Ibbenbüren: „Von einer Eintrittswunde in der Zunge geht die Verletzung bis zur Schulter.“ In mehreren Operationen müssen versprengte Teile entfernt und ein Loch im Gaumen verschlossen werden. Erst dann wird Max wieder festes Futter zu sich nehmen können. Breuer: „So lange muss er in der Tierarztpraxis mit Flüssignahrung sondiert werden.“


Das Röntgenbild von Kater Max
Das Röntgenbild von Kater MaxFoto: Privat

► Eine große Sorge konnte ihr Verein Max‘ Familie aber nehmen: Die hohen OP-Kosten sind gesichert. Durch einen Spendenaufruf der Tierschützer kam ein ausreichender Betrag zusammen.

Nur eine Spur zu dem Menschen, der dem Kater all das Leid zugefügt hat, gibt es bisher noch nicht. Max‘ Halterfamilie will Anzeige erstatten. Gudrun Breuer: „Wir hoffen, dass der Verantwortliche ermittelt und zur Rechenschaft gezogen wird.“ Vermutlich wurden dem Tier die Verletzungen zwischen dem 6. und dem 9. August im Bereich „Am Wall“ in Recke zugefügt.