/Frankfurt: 11 Punkte: So will die Stadt ihre grünen Löcher stopfen

Frankfurt: 11 Punkte: So will die Stadt ihre grünen Löcher stopfen

Frankfurt – Der Grüngürtel hat 8000 Hektar – er nimmt ein Drittel der Stadt ein. Öffentliches Grün, Parks & Co. bringen es auf knapp 1000 Hektar. Das ist viel, aber nicht genug!

Das Stadtplanungsamt will die Lücken im grünen Netz stopfen.

Das Stadtentwicklungskonzept „Grün und Freiraum. Frankfurt 2030+“ bringt sie auf den Punkt.


Ein paar Bäume hat die Zeil – aber es könnten noch mehr sein
Ein paar Bäume hat die Zeil – aber es könnten noch mehr seinFoto: Jürgen Mahnke

1. Fußgängerzonen, Plätze

Mehr Bäume für Zeil, Hauptwache, Konsti, Freßgass‘, Opernplatz! Zudem sollen begrünte Dächer her – mit eingebauten Zisternen (Sammelbehälter), um Regenwasser aufzufangen.

2. Alleen

Mehr als 40000 Bäume stehen an Straßen. Etwa an Hamburger Allee, Mainzer, Bockenheimer, Homburger Landstraße. Unbepflanzte Abstandsflächen sollen mit Baumreihen gefüllt werden.

3. Plätze in Quartieren

Mehr davon! Wohnblocks ohne Freiräume bekommen begrünte Ruhe-Oasen.

4. Grünachsen

Sie gelten als Durchlüftungsschneisen, heißen oft Alleen, unterscheiden sich aber von ihnen: Sie haben zusätzlich Grünstreifen, Hecken, Beete. Wie Günthersburg-, Rotlint-, Zeppelinallee. Zerschneidungen durch querende Straßen soll künftig vermieden werden.

5. Grünzüge

Wie die Wallanlage, Taunus-, Bockenheimer-, Eschersheimer Anlage. Lücken zwischen ihnen sollen geschlossen werden.

6. Grünverbindungen

Wie das Mainufer! Auen, Ackerlandstreifen sollen kommen.

7. Parks

Ost-, Huth-, Hafen-, Grüneburgpark sind gesetzt – neue grüne Inseln in Neubauarealen sollen her.

8. Eingeschränkt zugängliche Parks

Etwa die Freiflächen des Campus‘ Westend. Idee: Firmen könnten sich daran ein Beispiel nehmen, ihre privaten Grünflächen zumindest teilweise mit der Öffentlichkeit teilen.

9. Stadtwald

Frankfurt hat bundesweit das größte Baum-Paradies! Die 6000 Hektar müssen bewahrt werden, dürfen nicht unter neuen Verkehrsprojekten leiden.

10. Sonstige Freiflächen

Mehr Kleingärten, Spielplätze, Sportflächen – etwa in Neubaugebieten.

11. Offenland

Äcker, Wiesen, Streuobstflächen sollen gehegt und gepflegt, nicht zugebaut werden.