/FC St. Pauli: Für Sportchef Bornemann ist Stuttgart Lichtjahre weg

FC St. Pauli: Für Sportchef Bornemann ist Stuttgart Lichtjahre weg

Ungleicher könnte das Duell kaum sein. St. Pauli muss am Sonnabend beim VfB Stuttgart (13 Uhr) antreten. Die Kiez-Kicker brauchen Punkte, um nicht die rote Laterne zu übernehmen – und Neuzugänge. Stuttgart, Absteiger und Aufstiegs-Aspirant, hat bereits beides. Und noch jede Menge Kohle.

Davon kann Andreas Bornemann nur träumen. Paulis Sportchef: Der VfB ist Lichtjahre von uns entfernt!

Mit Boris Tashchy (26) und Rico Benatelli (27/beide ablösefrei), Leo Östigard (19) und Viktor Gyökeres (21/beide ausgeliehen) holte der Kiez-Klub nur vier Spieler für einen schmalen Taler.

Ganz anders der Süd-Klub. Trainer Tim Walter (43) hat 18 (!) Neuzugänge im Kader. Sein aktuellster Fang: Silas Wamangituka (19) für 8 Mio Euro von Paris FC (2. Liga Frankreich). Der VfB investierte 17,7 Mio in neue Spieler, erzielte Transfer-Erlöse von rund 65 Mio Euro. Allein der Wechsel von Benjamin Pavard (23) zum FC Bayern brachte 35 Millionen.

Summen, bei denen Bornemann schwindelig wird: „Die Stuttgarter brechen alle Transfer-Rekorde der 2. Liga. Die sind Lichtjahre entfernt von uns. Die bewegen sich in einer anderen Liga. Da können auch der HSV, Hannover und Nürnberg staunen. Und die investieren schon viel mehr als wir.“


Silas Wamangituka ist mit 8 Millionen Euro der teuerste Zweitliga-Einkauf aller Zeiten
Stuttgarts Silas Wamangituka ist mit 8 Millionen Euro der teuerste Zweitliga-Einkauf aller ZeitenFoto: Pressefoto Rudel

…und haben auch alle mehr Zähler! Paulis Punkte-Polster – mit einem Pünktchen sehr spärlich. Klarer Fall von Fehlstart. Es kann noch schlimmer für Trainer Jos Luhukay werden: Bei einer Pleite droht St. Pauli der Absturz ans Tabellenende.

Bornemann will reagieren – und bis zum 2.9. nachrüsten. Er sagt: „Zum Ende der Transferperiode erwarte ich hektische Betriebsamkeit. Das ist meine Wahrnehmung aus den Vorjahren. „Er bleibt noch gelassen. „Wir warten auf den Dominoeffekt. Der erste Stein muss ins Fallen kommen.“