/Bauzaun zeigt 7000 Jahre lange Zeitreise durch Köln

Bauzaun zeigt 7000 Jahre lange Zeitreise durch Köln

Köln – Wussten Sie, dass die geheimnisvolle Nackttänzerin Mata Hari (1876-1917) 1916 für einige Wochen im Dom-Hotel wohnte und hier zur deutschen Doppelagentin ausgebildet wurde?

So spannend kann Geschichte sein! Der Bauzaun auf dem Kölner Roncalliplatz ist jetzt voll davon. Mario Kramp (58), der Direktor des Kölner Stadtmuseums, freut sich über die gelungene Kölner Historie von der ersten Steinzeitsiedlung vor 7000 Jahren über die Römerzeit bis heute.

Die 60 Meter lange Schau kommt bei Kölnern und Touristen großartig an.


So schön kann ein Bauzaun sein: Vor der Baustelle des Dom-Hotels lockt die Stadtgeschichte zum Lesen
So schön kann ein Bauzaun sein: Vor der Baustelle des Dom-Hotels lockt die Stadtgeschichte zum LesenFoto: Patric Fouad

Die hochwertig bedruckten Aluminiumplatten sind nachts sogar beleuchtet und wurden von der Bayerischen Versorgungskammer finanziert. Über die Kosten schweigen die Bayern.

„Viele Stadt-Führungen nutzen unser Angebot bereits zur Verdeutlichung der Geschichte“, sagt Direktor Kramp stolz. „Und da unser eigenes Haus mit seiner Dauerausstellung ja auch bis auf Weiteres geschlossen bleibt, ist dies hier für uns eine optimale Präsentation, bei der auch viele andere Museen mitgearbeitet haben.“


Die legendäre Doppelagentin Mata Hari soll im Kölner Dom-Hotel gewohnt haben und vom deutschen Geheimdienst ausgebildet worden sein. Bereits ein Jahr später wurde sie enttarnt und in Frankreich zum To
Die legendäre Doppelagentin Mata Hari soll im Kölner Dom-Hotel gewohnt haben und vom deutschen Geheimdienst ausgebildet worden sein. Bereits ein Jahr später wurde sie enttarnt, in Frankreich zum Tode verurteilt und erschossenFoto: Patric Fouad

Ab 22. August wird die Kölner Zeitreise sogar ergänzt durch kostenlose Führungen. Beginn: 18.30 Uhr.

Weitere Stadt-Geschichten

Hundert Meter weiter präsentiert das Domforum an seinem Bauzaun die Ausstellungs-Tafeln „850 Jahre Heilige Drei Könige in Köln“ und „Die historische Mitte. Eine einmalige Chance für Köln“.

Die Schautafeln wurden bereits vor Jahren im Domforum präsentiert und bieten jetzt eine spannende Wiederholung.

Übrigens: Eine Verschönerung der Bauzäune hatte der Rat der Stadt schon vor einigen Jahren gefordert. Jetzt hat‘s mal optimal geklappt.