/Ausgesetzter Welpe findet selbst ins Tierheim: „Edgar“ boxt sich durch

Ausgesetzter Welpe findet selbst ins Tierheim: „Edgar“ boxt sich durch

Bochum – Kleiner Hund mit großem Instinkt!

Die Leine an eine Laterne gebunden, eine Portion Trockenfutter daneben – so wurde ein Boxer-Welpe nahe des Bochumer Tierheims ausgesetzt.

Doch der Kleine befreite sich aus seinem Geschirr, lief zum offenen Katzenunterschlupf des Tierheims – wo ihn die stellvertretende Leiterin Kinga Rzytki (35) Mittwoch fand.


Wie kann man diese Augen verlassen? Der Welpe ist erst drei Monate alt
Wie kann man dieses Gesicht verlassen? Der Welpe ist erst drei Monate altFoto: Stefan Schejok

Sie taufte ihn „Edgar“, sagt: „Er hat Überlebenswillen und Mut bewiesen, sich einfach so zu den Katzen zu legen.“ Und: „Gott sei Dank hat er den Weg zu uns gefunden – und ist nicht auf die Hauptstraße gelaufen.“

Anfangs war der Welpe sehr verängstigt, mittlerweile ist er aufgeweckt und neugierig, erzählt die Heimleiterin: „Was auch immer er erlebt hat, er ist immer noch aufgeschlossen gegenüber Menschen.“

Laut Schätzung des Tierheims ist „Edgar“ erst drei Monate alt. Rzytki: „Es ist wirklich traurig, Tiere werden immer wieder ausgesetzt. Aber einen Welpen hatten wir noch nie.“


Erst war der kleine Boxer verängstigt – im Tierheim schöpfte er neues Vertrauen in die Menschen
Erst war der kleine Boxer verängstigt – im Tierheim schöpfte er neues Vertrauen in die MenschenFoto: Stefan Schejok

Wenigstens gibt es für „Edgar“ ein Happy End: Eine Familie aus Niedersachsen wird dem Boxer ein neues Heim geben, holt ihn am Wochenende aus dem Tierheim ab.

Trotzdem appelliert Kinga Rzytki an alle Tierbesitzer: „Man kann immer mit uns reden, und Tiere abgeben, wenn es nicht anders geht. Ein Tier auszusetzen darf keine Option sein.“