/1. Sonnenfinsternis-Foto der Erde: Reinhards galaktischer Knopfdruck

1. Sonnenfinsternis-Foto der Erde: Reinhards galaktischer Knopfdruck

Sörup (Schleswig-Holstein) – Er ist der Neil Armstrong der Amateur-Funker.

Reinhard Kühn (70, Rufzeichen DK5LA) hat im Garten eine Riesen-Antenne stehen. Selbst gebaut, 13,5 Meter hoch, zehn Meter breit. Mit ihr kann der Rentner Signale so weit ins Weltall schicken, dass er sogar schon den Chinesen bei einer Mission half.

Jetzt ist dem Amateur-Funker ein neuer Rekord gelungen: Er löste das erste Sonnenfinsternis-Foto der Erde aus Mondperspektive aus.


Von hier aus schickt er die Signale. Amateur-Funker Reinhard Kühn (70) in seiner Kommandozentrale in Sörup
Von hier aus schickt er die Signale. Amateur-Funker Reinhard Kühn (70) in seiner Kommandozentrale in SörupFoto: Andreas Costanzo

WELT-SENSATION AUS SCHLESWIG-HOLSTEIN!

„Es sind unglaubliche Bilder. Der Mondschatten ist deutlich oben links auf der Erde zu sehen“, sagt der ehemalige Banker, der seit 2018 mit der Chinesischen Raumfahrtbehörde zusammenarbeitet. Aus seiner kleinen Kommandozentrale steuert er den chinesischen Satelliten „Longjiang 2“ an.

Grund: „Wegen der Erdrotation hat China nicht ständig Funkkontakt zum Satelliten. Deshalb brauchen sie Funkstationen wie mich in Europa“, erklärt Kühn.


Die riesige Antenne steht im Garten des alten Bauernhauses
Die riesige Antenne steht im Garten des alten BauernhausesFoto: Andreas Costanzo

„Im Laufe der Zusammenarbeit haben wir festgestellt, dass meine Antenne besser funktioniert, also habe am Ende nur ich ,Longjiang 2′ angefunkt. Die Signale zum Ansprechen des Satelliten kamen als verschlüsselte Tondateien aus China.“

Am 31. Juli endete die deutsch-chinesische Zusamenarbeit, der Satellit wurde auf dem Mond gecrasht, um keinen Weltraumschrott zu verursachen.

Weitere Zusammenarbeit? Nicht ausgeschlossen!